Review: Incase Hard Shell Case für das Macbook Pro 13"

Motivation und Alternativen

Bei meinem “altem” Macbook Pro 15,4″ lief es mir immer wie Schauer über den Rücken, wenn man es auf dem Tisch verschoben hat und das Quietschen des Gehäuses auf kleinen Steinchen hören musste. Dementsprechend sah dann auch das Case nach einer Weile aus.

Inzwischen habe ich ein Macbook Pro 13″ unibody und habe mich auf verschiedenen Quellen belesen was denn helfen könnte. Die besten Bewertungen in Puncto Hard Cases erhielt das Incase Hardshell Case, dass man in Deutschland wohl nur im Apple-Store für saftige 50 Euro erwerben kann. Weitere alternativen wären hier das Speck SeeThru Satin, das lederüberzogene Macally BookShell2 oder das XGear Shadow.

Montage

IMG_6369.jpg IMG_6375.jpgIMG_6376.jpg

Die Montage ist in 3 Schritten vollzogen und ausreichend bebildert. Erst das Gehäuse UND das Case ordentlich reinigen. Dann das Macbook in das untere Case einführen – zuerst die Rück- dann die Vorderseite. Hier auch gleich prüfen, ob die Klemmen richtig sitzen. Dann einfach das obere Case-Teil aufsetzen. Hierbei darauf achten, dass die Schrift auf der richtigen Seite sitzt. Das Case lässt sich übrigens auch sehr leicht wieder entfernen.

Eindruck

IMG_6377.jpg IMG_6384.jpg

Das Case macht einen guten Eindruck, wirkt stabil und lässt sich gut anfassen. Das schicke Design des Macbooks hinter einer Plastikschicht zu verstecken ist sicher Geschmackssache. Ich finde es durchaus abwechslungsreich mal mit einer anderen Farbe aufzuwarten. Die Oberfläche scheint kratzern nicht abgeneigt zu sein. Wie empfindlich es ist wird die Zeit zeigen und Kratzer auf diesem Schutzmantel sind sicherlich leichter zu verzeihen, als auf dem Gehäuse des Macbooks.

Durch das zusätzliche Gewicht wirkt der 13 Zöller minimal schwerer. Die Ausmaße des Macbooks erhöhen sich nur um wenige Millimeter und wirken in meinen Augen nicht wesentlich dicker.

Die gummierte Oberfläche ist relativ flexibel und sorgt für einen guten Halt auf allen Oberflächen – kann aber wohl auch zu Problemen mit einem Sleeve oder einer Tasche führen, da das Macbook eventuell nicht mehr passt oder an beide Oberflächen quasi aneinander kleben.

IMG_6394.jpg

Die Passgenauigkeit ist nahezu perfekt. Schmutz wird hier wohl nicht in die Ritzen kommen. Hat man bereits ein Moshi Palmguard (auf Bigger.cc mehr dazu) passt es leider nicht ganz so super. Hier sollte man zuerst das Case anbringen und anschliessend die Folie aufkleben. Die kleine Erhebung an der Seite fällt nur beim genauen hinsehen auf.

IMG_6392.jpg

In der aktuellen Version lässt sich der Screen im gewohnten Winkel, also ohne Einschränkungen, zurückklappen. Ausserdem steigt die CPU- und Gehäusetemperatur nicht merklich an (maximal 2 Grad).

Vergleich mit Macally und Speck SeeThru

Einen direkten Vergleich kann ich leider nicht anbieten. Im Geschäft konnte ich aber diese beiden Cases betrachten und anfühlen.

Das Macally fühlt sich sehr wertig, ist etwas dicker und weicher als die Modelle von Speck und Incase. Hier erwarte ich eine Erwärmung des Macbooks um mehrere Grad, da das Kühlsystem in diesem Schutzgehäuse wahrscheinlich nicht ordentlich arbeiten kann. Leider habe ich zur Temperaturentwicklung keine näheren Tests gefunden.

Das SeeThru Satin kommt dem Incase relativ nahe. Wirkt aber einen Tick weniger wertig. Genaueres hierzu kann man aber nur nach einem ausführlichen Test sagen.

Fazit

Hard Cases auf einem Macbook Unibody zu montieren ist für viele sicherlich blasphemisch. Für alle anderen kann ich das Incase Hardshell Case grundsätzlich empfehlen. Besonders die Gummibeschichtung, die zusätzlichen Halt gibt, als auch der effektive Kratzschutz sind die stärksten Argumente für die Anschaffung dieses Cases.

Update: Ich gebe mein Incase kostengünstig ab! Anfragen einfach per Mail ;-)

Erfahrungsbericht FLIP4NEW.de

Prolog

Als Spielekind habe ich mich nach einem Jahr dazu entschieden mein Macbook Pro 15,4″ 4.1 zu verkaufen und mir doch ein kleineres Exemplar zuzulegen. Nicht weil ich mit dem MBP unzufrieden war – ganz im Gegenteil – aber etwas mehr Akkulaufzeit und etwas kompaktere Maße reizten mich durchaus. Gleichzeitig wäre ein happiger Protection Plan von Apple für weitere 2 Jahre nötig.

Bis auf das Glossy-Display reizte mich das Macbook Pro 13″. Kompakt, ordentliche Laufzeit und leistungstechnisch auf dem Niveau meines “alten” MacBook Pro’s. Als nächstes also die Überlegung, wie ich mein das 15″ loswerde und wo ich das 13″ günstig bekomme. Probleme, die sich für mich hier ergeben haben sind:

  • Stress beim Verkauf des Macbook. Ebay ist für mich nur die Notlösung
  • Zeitlicher Abstand zwischen Verkauf des 15″ bis zum Kauf des 13″ beim Händler meiner Wahl

Während meiner Überlegungen stiess ich dann über Twitter auf Flip4new.

Was ist Flip4new.de

Flip4new ist ein Startup-Unternehmen. Das Geschäftsidee ist leicht erklärt: Man gibt sein Altgerät in Zahlung und kann zeitgleich ein Neues auswählen und bekommt es sofort zugesendet.

Im Detail bedeutet das:

  • Sein “Altgerät” auf der Webseite auswählen und den Fragebogen dazu ausfüllen. Hier wird beschrieben, wie der Zustand des Gerätes ist. Anschliessend wird das Gerät bewertet.
  • Der vorher ermittelte Wert wird beim Kauf eines neuen Gerätes gutgeschrieben.
  • Der zur Zeit bevorzugte Weg ist die Zahlung per Kreditkarte. Vorteil hier: Das Gerät wird sofort zugeschickt – wird also zeitnah ankommen (Versand aus Frankfurt am Main). Nachteil: Die Kreditkarte wird bis zur endgültigen Bewertung mit dem vollen Betrag belastet.
  • Gleichzeitig soll man sein Gerät zuschicken. Dazu enthält man einen Barcode zum kostenlosen Versand. Hier gilt eine Frist von 5 Tagen.
  • Ist euer Gerät bei Flip4new angekommen wird es auf eure Angaben hin geprüft – Flunkern bringt also nichts – und der Betrag gegebenfalls korrigiert.
  • Ist man mit dem endgültigen Betrag nicht einverstanden, kann man natürlich auch den Tausch rückgängig machen

Genaueres kann man im FAQ erfahren.

Persönliche Erfahrung

Vorab: Über bestimmte Dinge wie Preise usw. werde ich keine Angaben machen – da die Bewertung von Geräten immer eine individuelle ist. Deshalb einfach bei Flip4new nachfragen.

Ein Kauf wäre für mich wegen des oben genannten Verfahrens nicht in Frage gekommen. Zum Einen, da ich keine Kreditkarte besitze (alternativ ist auch die Vorrauszahlung per Überweisung möglich), zum Anderen, weil mir der Ablauf als zu unsicher anmutete. Bei Amazon würde man soetwas warscheinlich sofort machen – bei einem Startup ist da immer etwas Vorsicht geboten.

Allerdings hat mich schon gereizt, was für einen Preis ich hier für mein MBP erwarten könnte. Ich wählte nicht den Kontakt über die Webseite, sondern die direkte Kommunikation per Mail. Das Angebot klang für mich gut und lag in meinen Erwartungen. Man muss dazu sagen, dass man dem Unternehmen auch eine Gewinnspanne zugestehen muss. Man wird also eventuelle bei Ebay und Co. sicher bessere Ergebnisse erzielen können.

Als ich mich über das Unternehmen informierte sah ich, dass die GmbH bei Frankfurt am Main liegt. Aufgrund eines länger geplanten Termins war ich ohnehin am Wochenende dort unterwegs. Ein persönlicher Tausch lag also nahe. Ausserdem blieb mir so die Möglichkeit ein paar persönliche Fragen zum Geschäftsprinzip und Co. loszuwerden. Wunderbar!

Über das Treffen gibt es nicht viel zu sagen. Insgesamt sehr angenehm – das MacBook Pro 13″ habe ich natürlich vorher geprüft um sicher zu gehen. Danach enstand noch eine nette Unterhaltung über das Unternehmen. Ich hatte einiges an Feedback, dass dankend angenommen wurde. Man merkte, dass das Unternehmen jung ist und sich noch entwickeln muss. Potential ist definitiv da und ich finde solche Geschäftsmodelle durchaus unterstützenswert.

Bewertung

Viele negative Aspekte die ich im Gespräch angebracht habe werden wohl in nächster Zeit gefixt. Beispielsweise wird im Moment unter Hochdruck daran gearbeitet, die Webseite komplett zu erneuern.

Auch der Bewertungsprozess der Geräte hat noch an Verbesserungsmöglichkeiten. Hier wäre das Einsenden von Bildern durch den Kunden durchaus lohnenswert für beide Seiten. Zum Einen kann Flip4new genauer beurteilen, wie der Zustand des Gerätes ist.

Positiv ist auf jeden Fall die zeitnahe Beantwortung von Mails und der persönliche Kontakt zu werten. Zumindestens mein Angebot von Flip4new kann ich als gut bezeichnen.

Insgesamt kann ich den den Shop weiterempfehlen. Jeder muss hier seine eigenen Erfahrungen machen.

Bei Fragen hinterlasst einfach einen Kommentar.