Rostocker Citylauf 2009: Mein Laufbericht

So es ist geschafft – mein Wettkampfdebüt nach 15 Wochen Lauftraining von 0 auf 100.

Insgesamt haben 2100 Leute an den Disziplinen 3 km, 6km, 10km und Halbmarathon teilgenommen. Hinzu kamen ausserdem noch die Handbiker über 21 km.

Um 11:30 war ich am Ort des Geschehens. Um 13:15 startet mein Lauf, 13 Uhr ist die Startaufstellung. Traumzeit sind 27 Minuten. Die vorherigen Läufe machen irgendwie Lust aufs selber loslegen – aber ich muss mich gedulden und die Aufregung  steigt.

Nun ist es soweit ich stehe am Start – genau wie 484 andere Läufer auch. Puls leicht über 140 Schläge die Minute. Dann gehts los. Ich fühle mich gut. Nach der ersten Kurve ein Puls von > 180. Tempo auf der Uhr schwankt relativ stark, aber was es zeigt ist, dass ich zu schnell Laufe. Ich versuche mich zu drosseln und beende den ersten Kilometer nach 4:09 min.

Beim zweiten Kilometer nehme ich das Tempo raus – jetzt merke ich dass ich viel zu schnell war, zumal das Profil der Strecke und der Wind das Laufen etwas schwieriger gestalten. Trotzdem habe ich den Kilometer 2 in 4:18 beendet.

Wirklich zuverlässig scheint mein Forerunner beim 3. Kilometer nicht mehr gemessen zu haben. Die hohen Gebäude in der langen Strasse stören das Signal etwas. Also dann auf darauf verzichtet, die Geschwindigkeit zu checken und weitergelaufen. Nach der ersten Runde war es sowieso nur noch ein reiner Kampf bei annähernd 100 % Leistung. Der Puls hat beim ersten Zieldurchlauf die 200er Marke längst überschritten und weigerte sich danach auch konsequent wieder zu sinken. Die erste Runde in circa 12:45 – super Zwischenzeit.

Die zweite Runde über 3km war eigentlich nur noch ein Durchhaltelauf. Ich habe versucht, das Tempo von ca. 4:30 – 4:40 zu halten. Das hat auch super funktioniert. Ans Aufgeben habe ich nicht gedacht – eher daran, warum ich das eigentlich mache. Aber das vertreibt wenigstens die Zeit bis zum Ziel, in der man einfach nur noch ein Bein vor das andere setzt. Die Getränkestände umlaufe ich nun gekonnt – in der ersten Runde habe ich noch zugegriffen, was einen aber komplett aus dem Lauftakt bringt und man mit Glück höchstens die Hälfte des Wassers in den Mund bekommt.

Vor mir läuft immer noch dieses 11 oder 12 jährige Mädchen (vom LAV Rostock), bei dem ich in der ersten Runde noch dachte, dass es viel zu schnell angegangen war und ihr jeden Augenblick die Puste ausgehen müsste – Pusteblume. Die lief und lief und lief mir dann davon, denn ich wurde etwas langsamer. Wurde im Endeffekt wohl auch 2. oder 3. in der Frauenwertung – RESPEKT.

Der letzte Kilometer bricht an. Eigentlich lege ich im Training dort immer noch locker ne Schippe drauf. Diesmal wollte mir das nicht so recht gelingen. Auf der Zielgeraden sehe ich meine Liebsten, die mich Lautstark anfeuern – lauter als alle Anderen. Dem Moderator entging das nicht, woraufhin er sie aufforderte doch nächstes Jahr selbst mitzulaufen – wenn das mal kein Grund ist ;-)

Letztendlich gibts dann doch noch einen Spurt über die letzten 100 Meter mit einem Lächeln auf den Lippen. Als ich um die Kurve bog, war die Zeit schon etwas über 26 Minuten. Zeilzeit 26:23 min, Durschnittspuls 195.

Von den ersten 2-3 Minuten nach dem Lauf will ich lieber nicht erzählen. Bin etwas rumgetorkelt, wie in einem Zombiefilm, aber das legte sich sehr schnell wieder und ich konnte eine verdiente Apfelschorle schlürfen.

Stolz wie Lumpi hol ich mir mein Ergebnis ab. Irgendwie war es mir auch egal, ich wusste ja was ich geleistet habe und das es am Limit war. Gedanken darüber, ob ich nicht noch was rausholen hätte können, wäre ich am Anfang moderater gestartet usw. habe ich mir nicht gemacht. Es war der erste Wettkampf und der ist ideal gelaufen.

Nun gut das Ergebnis: Wie bereits geschrieben eine Zeilzeit von 26:23. Das bedeutet Platz 51 / 484 und Platz 19 in der Altersklasse der Männer. Das Ergebnis ist einfach Spitze und dahinter stecken 15 Wochen Training – das macht es für mich noch etwas spitzer :-)

Citylauf Rostock & Zingster Deichlauf 2009

Die ersten beiden Wettkämpfe für mich stehen fest.

Am 17.5 laufe ich beim Citylauf in Rostock über 6 km auf. Zielzeit sollte sich um die 27 Minuten bewegen. Wäre ein Pace von 4:30 min/km. Mit meiner bisherigen Bestzeit über 5 km mit einem Pace von 4:42 min/km ist das denke ich realistisch.

Der zweite Termin ist dann der 29. Zingster Deichlauf am 28.6. Hier werde ich über die 8 Kilometer antreten und hoffe auf eine Zeit um die 35 Minuten. Das entspräche einem Pace von ca. 4:20 min/km.

Ausser meinen ehrgeizigen Zielen will ich natürlich das Flair dieser Veranstaltungen geniessen und mich an die ersten Wettkämpfe gewöhnen.

Projekt Marathon – Woche 6 und 7

Woche 6 habe ich mit Regeneration verbracht. Das heisst für mich kurze Strecken, die aber durchaus schnell gelaufen werden. Ein Durchschnittspace von 5:10 /km drückt das ganz gut aus. Zwar waren es auch in dieser Woche 4 Läufe, aber insgesamt nur 23.5 km. Im 10 km Lauf in dieser Woche konnte ich übrigens eine neue Bestzeit – 54:36 min, sprich 5:28er Pace – verzeichnen, die durchaus noch Potential nach oben lässt, zumal die Bedingungen nicht ideal waren.

Woche 7 war dann wieder das übliche Pensum, wobei ich etwas Geschwindigkeit aus der vorherigen Woche mitnehmen konnte. Durchschnittlich bin ich eine 5:49er Pace gelaufen. Das Ganze über eine Strecke von 39.6 km in 4 Läufen.

Besonders angenehm war der heutige Lauf über 11 km durch das Zingster Naturschutzgebiet. Der Durschnittspace von 6:13 /km war alles andere als erschöpfend und die Waldpassagen mit abwechslungsreichen Untergründen besonders schonend für die Knie und meine Sehnen. Mit dem Puls von 166 bin ich auch ganz zufrieden. Für mich ist das ja schon nahe am Herzstillstand :-)

Gewichtstechnisch stehe ich bei ziemlich genau 87 kg mit weiterer Tendenz nach unten. Mein Zielgewicht von 80 kg zum Zingster Deichlauf am 28.6 steht also nicht viel im Weg.

Teuer und Unfreundlich: Neptun-Schwimmhalle

Da hab ich gestern ziemlich ungläubig geguckt, als ich mit meiner Freundin in der Neptun Schwimmhalle Rostock eine Runde im Becken drehen wollte.

1,5 Stunden Schwimmen für Studenten 2.5 € Eintritt (Ok, damit kann man leben), aber 5 € Eintritt regulär ist einfach nur Wucher. Zumal meine Freundin als FSJlerin keinen Preisnachlass bekommt. Als quasi 1€-Jobberin soll sie den vollen Preis berappeln? Und dabei bietet das Schwimmbad nichtmal tolle Zusatzservices und ist meistens auch schön voll! Finde ich frech.

Abgesehen davon war die Dame am Schalter alles andere als freundlich und hilfsbereit. Auf die Frage, wie sich denn die Preise für FSJler gestalten kam nur ein kurzes und prägnantes: “Steht doch in den Ordnungen hier rechts” (O-Ton). Na gut das hat uns dann auch gereicht und wir sind wieder abgedüst.

Wenn ich mir dann noch den Testbericht auf Doyoo durchlese (aus dem Jahr 2000) als der Eintritt noch 4 DM (Ja diese komische Währung vor dem Euro), dann spring ich in ein paar Monaten lieber in die Ostsee.

Aber vielleicht schaue ich die Woche auch mal in Gehlsdorf vorbei. Die Preise sind mit 4.50 € bzw. 3.50 nicht preiswerter. Aber für einen Euro zusätzlich kann man in die Sauna und eventuell ist der Service und der Flair besser – dafür bezahle ich wiederrum gerne.

Am Wochenende mache ich dann auch mal einen Abstecher ins Schwimmbad im Wellness-Camp Düne 6 in Zingst und werde berichten, wie die Preise sind und ob es sich lohnt. Das Besondere an diesem Schwimmbad ist übrigens, dass es komplett ohne Chlor betrieben wird – meine Schleimhäute werden sich freuen.

Projekt Marathon – Woche 5

Es läuft irgendwie immer runder bei mir. Die Formkurve zeigt steil nach oben und jeder gelaufene Kilometer fällt mir leichter. Das spiegelt sich auch im Puls wieder. Trotz leichter Pace-Steigerung von 0.07 min/km einen um 4 Schläge niedrigeren Puls.

Über die Woche bin ich 39.2 km in 4:02 h gelaufen mit einem Pace von 6:23 min/km auf 4 Läufe verteilt.

Dienstag 10.03 – Kurz und zügig

Distanz: 7.04 km
Zeit: 39:40  min
Pace: 5:38 min/km
Puls: 176 bpm

Mal ein Testlauf für die 10 km sub 60 nächste Woche. Zum Schluss nochmal das Tempo angezogen, aber sonst kein Problem.

Donnerstag 12.03 – Längerer Lauf

Distanz: 11.07 km
Zeit: 1:08:12 h
Pace: 6:10 min/km
Puls: 168 bpm

Schönes Tempo, schöner Puls, schöner Lauf.

Freitag 13.03 – Langsamer Lauf

Distanz: 6.05 km
Zeit: 45:11 min
Pace: 7:28 min/km
Puls: 152 bpm

Irgendwie gar nicht so toll der Lauf. War zwar ein sehr ruhiger Lauf aber wohlgefühlt habe ich mich nicht. Wenigstens der Puls ist so niedrig wie noch nie. Irgendwie zwicken die langsamen Läufe bei mir in den Beinen.

Sonntag 15.03 – Erster 15 Km-Lauf

Distanz: 15.03 km
Zeit: 1:34:01  h
Pace: 6:15 min/km
Puls: 170 bpm

Der ganze Stolz meiner Woche – Mein erster 15 km-Lauf. Und dann auch noch mit schönem Tempo.

Gestartet bin ich am Kabutzenhof, dann am Hafen entlang nach Gehlsdorf und wieder zurück. Die ersten 7-8 km waren eher ungemütlich, aber dann lief es schön rund und ich hatte noch ordentlich Kraft, deshalb zum Schluss das Tempo nochmal erhöht auf den letzten 4 Kilometern. Mit einem etwas zügigeren Start wären hier sogar schon die sub 90 bei 15 km drin gewesen, aber man will sich ja nicht verausgaben – so hab ich mich nach dem Lauf topfit gefühlt und war nicht wirklich erschöpft!

So kann es weitergehen ;-)

rubiTrack in Version 1.5 erschienen

Ihr habt sicher schon die tollen Grafiken von meinen Lauferfolgen gesehen. Erstellt wurden diese von rubiTrack. Meiner Meinung nach ist es das beste Tool mit dem man seine Fortschritte in verschiedenen Sportarten dokumentieren und auswerten kann. Das Projekt ist noch relativ jung, aber es entwickelt sich sehr schnell und man kann beispielsweise über das Forum Feature-Wünsche äussern.

Einen Haken hat die ganze Sache allerdings: Das Programm ist nicht kostenlos. Insgesamt muss man für das Tool 29 € (+ MwSt) blechen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall, vorallem wenn man vorhat etwas ambitionierter Laufen zu gehen und eine GPS-Uhr besitzt (Ohne wäre das Ganze relativ witzlos). Wer sich nicht sicher ist, ob ihm das Programm wirklich soviel wert ist, kann die voll funktionsfähige Demo ausprobieren.

Man muss aber auch dazu sagen, dass rubiTrack nicht dafür geeignet ist, Strecken zu planen oder zu vermessen. Dafür eignet sich die kostenlose alternative Trailrunner – die zwar sehr umfangreich ist, für mich aber zu unübersichtlich und weniger intuitiv ist.

Die Version 1.5 bringt einige Neuerungen. Das interessanteste Feature ist für mich, dass die Übersicht nun nicht nur über die zurückgelegte Strecke skaliert wird, sondern auch die Möglichkeit besteht, sie über die Zeit anzeigen zu lassen.

Viel Spass beim Testen

Projekt Marathon – Woche 4

Das war irgendwie die Woche der “langen” Laufstrecken. Insgesamt habe ich diese Woche 37.7 km in 4 Läufen und einer Zeit von 4:08 h zurückgelegt. Das entspricht einem Durschnittspace von 6:30 min/km.

Probleme hatte ich keine  - deswegen werde ich mich wohl auf 4 Läufe pro Woche steigern.

Dienstag 03.03 – Tempolauf

Distanz: 7.17 km
Zeit: 43:14  min
Pace: 6:02 min/km
Puls: 179 bpm

Zügiger Lauf für meine Verhältnisse. Ich wollte die 7 km unter 45 Minuten laufen, was mir offensichtlich gelungen ist.

Donnerstag 05.03 – Langstrecke

Distanz: 12.86 km
Zeit: 1:21:35 h
Pace: 6:21 min/km
Puls: 170 bpm

Auch ein überraschend schneller Lauf, aber über eine längere Distanz. An dem Tag hab ich mich einfach wohlgefühlt. Ausserdem scheint sich meine Theorie zu bestätigen, dass durch zügigeres Tempo bei mir nicht so schnell Beschwerden auftreten. Bei diesem Lauf habe ich übrigens die Strecke Gehlsdorf – Kabutzenhof für mich entdeckt. (Im Bild mit Extraschleife)

Freitag 06.03 – Kurzer Lauf

Distanz: 6.09 km
Zeit: 38:27  min
Pace: 6:19 min/km
Puls: 167 bpm

Sonntag 08.03 – Langer Lauf

Distanz: 11.61 km
Zeit: 1:25:09  min
Pace: 7:20 min/km
Puls: 164 bpm

Mein erster Lauf zu zweit. War wirklich sehr angenehm. Tempo insgesamt etwas verhaltener, aber man muss sich ja auch in Ruhe unterhalten können. Ich war wirklich überrascht, wie schnell die Kilometer verflogen sind.