Vor 2 Tagen ist mein neuer Monitor eingetroffen – und ich bin durchaus begeistert.
Das liegt zum Einen daran, dass die 14 Zoll meines Notebooks nun nicht wirklich gross sind und zum Anderen ist die Qualität des Monitors doch sehr überraschend gut ![]()
Erstanden habe ich den HP w2207 für 179 Euro bei Ebay(gebraucht), der Zustand war aber wie neu und der Kauf hat sich durchaus gelohnt (ca.260 Euro Neupreis)
Erster Eindruck
Der Monitor an sich hat genau die richtige Grösse für meine Bedürfnisse, das “Glossy”-Display ist für mich akzeptabel, da ich den Monitor höchstwarscheinlich nur in geschlossenen Räumen nutzen werde
Ausserdem ist das Display nicht so spiegelnd wie ich erwartet habe, fällt also praktisch im normalen Gebrauch nicht negativ auf. Gleichzeitig wirken die Farben um einiges strahlender als bei meinem matten Display.
Beim Antesten von Spielen zeigte sich ausserdem, dass die Auflösung sehr schön runterskaliert wird, das Bild also kaum verschwimmt, wenn man eine niedrigere Auflösung wählt.
Nutzung
Da ich nur mein HP 6510b Notebook habe und keinen weiteren Rechner, dient der Monitor als Displayvergrösserung, da das Arbeiten bei 14″ mit der Zeit doch schwer fällt und der Übersicht nicht gerade dienlich ist.
Allgemeines Szenario ist, dass ich mit dem Notebook von der UNI komme, den Monitor an den VGA-Ausgang anschliesse und das Bild direkt auf den Bildschirm geworfen wird, wobei das Display des 6510b zugeklappt wird.
Unter Ubuntu Hardy muss man das noch manuell einstellen – mehr dazu unter Konfiguration. ![]()
Der Monitor hat noch ein interessantes Feature: die Pivot-Funktion. Das heisst: Man kann den Monitor drehen, um so den Formfaktor von 1680×1050 in 1050×1680 ändern zu können. Sehr praktisch für das Bearbeiten von Texten ,Bildbearbeitung und beim Coden.
Wie intensiv ich das letztendlich nutzen werde, kann ich natürlich jetzt noch nicht sagen.
Konfiguration
Bei der ersten Einrichtung des Monitors gab es einen kleinen Haken:
Zwar liess sich der Monitor über System -> Preferences -> Screen Resolution problemlos ansprechen, aber die Breitbild-Auflösung von 1600×1050 konnte nicht angewählt werden. Nach einem kurzen Blick auf ubuntuusers.de liess sich schnell eine Lösung finden, und die geht so:
per aptitude das Paket 915resolution installieren:
sudo aptitude install 915resolution
Dann mit
sudo 915resolution -l
alle möglichen Modi auflisten lassen, und sich die Kennung einer nicht benötigten Auflösung merken (z.B. 5a) und diese mittels
sudo 915resolution 5a 1600 1050
überschreiben. Danach einfach den XServer neustarten(oder auch den Rechner – wie man will) steht die neue Auflösung in den Einstellungen zur Verfügung.
Wie in “Nutzung” angesprochen soll das Display direkt beim Einstöpseln in der richtigen Auflösung angesprochen werden. Ich werde dazu in den nächsten Tagen, 2 kleine Skripte bauen, die xrandr nutzen und folgendes realisieren sollen:
1)Per Klick wird das Notebook-Display deaktiviert und die Ausgabe erfolgt allein auf dem Monitor in der bestmöglichen Auflösung
2)Der Switch zwischen den Formfaktoren, wenn ich das Pivot-Feature nutzen möchte.![]()
das wars (erstmal)
Nachtrag
Irrtümlich behauptete ich, dass das Plug and Play bezüglich der optimalen Auflösung nicht funktioniere – damit lag ich wohl falsch. Unter Ubuntu Hardy wird genau das von mir gewünschte Verhalten an den Tag gelegt. So kann ich den Monitor anschliessen und das Bild wird in der richtigen Auflösung angezeigt. Gleichzeitig wird der andere Notebook-Bildschirm deaktiviert wenn ich ihn zuklappe
[1] Ausführlicher Test des HP W2207
[2] Anleitung für Breitbild mit Intel-Grafikkarten unter Ubuntu